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Coronaviren (Bild: geralt/pixabay.com)

Pressemitteilung Friedrich Straetmanns, MdB

Corona-Infektionen: Tönnies ist eine Bedrohung für das Gemeinwohl in Ostwestfalen-Lippe

Angesichts der aktuellsten Corona-Tests bei Beschäftigten von Tönnies erklärt Friedrich Straetmanns, Bundestagsabgeordneter für Ostwestfalen-Lippe:

„Man gerät in Rage über diese erschreckenden Zahlen und das offensichtliche Versagen der Firma Tönnies. Entweder sind die bisher ergriffenen Maßnahmen völlig wirkungslos oder es wurden erneut arbeitsschutzrechtliche und hygieneschutzrechtliche Maßnahmen von Tönnies missachtet.

Die Massenverarbeitung von Fleisch ist nur möglich, weil dafür billige Arbeitskräfte aus ost-
europäischen Ländern geholt werden. Ihre Löhne liegen oft unter dem gesetzlichen Mindest-
lohn, da Abzüge für Arbeitsmittel und Unterbringung erfolgen müssen. Dabei erfolgt die zah-
lungspflichtige Unterbringung auch noch in Räumen mit mehreren Personen. Diese Um-
stände führen zu einem grundlegend schlechten Gesundheitszustand der Arbeitnehmerin-
nen und Arbeitnehmer und beschleunigen die Verbreitung von Krankheiten.

Durch die Ignoranz des Fleischkonzerns Tönnies müssen nun Corona-Lockerungen im Kreis
Gütersloh wieder zurückgefahren werden. Das bedeutet eine weitere immense Belastung für
Eltern, deren Kinder weiterhin nicht in Kitas betreut werden können; für Pflegebedürftige,
die von ihren Angehörigen nicht besucht werden können und für alle Menschen, die sich auf
die schrittweise Rückkehr zum Alltag eingestellt haben. Das System Tönnies stellt in der ak-
tuellen Lage eine Gefahr für die gesamte Region Ostwestfalen-Lippe dar und sollte seine Ver-
antwortung schnellstens wahrnehmen! Bis zur umfassenden Klärung muss der Betrieb
geschlossen bleiben.“

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