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Bahntrasse (Foto: KIMDAEJEUNG/pixabay.com, lizenzfrei)

Pressemitteilung Friedrich Straetmanns, MdB

Der ländliche Raum braucht eine Stärkung des Nahverkehrs, nicht die Aufhebung von Trassen!

Anfang Juli überraschte die Deutsche Bahn mit der Nachricht, Trassenabschnitte der Bahnlinie Diepholz-Sulingen-Nienburg entwidmen zu wollen sowie weitere Abschnitte bei Sulingen zu verkaufen.

„Weltweit protestieren Menschen gegen klimaschädlichen Individualverkehr, Politikerinnen aller Ebenen beklagen den Bevölkerungsschwund in ländlichen Regionen, private Initiativen bilden sich, um ehrenamtlich Mobilität zu gewährleisten – und die Deutsche Bahn? Der bundeseigene Konzern schwächt die ländlichen Gebiete durch Auseinanderbauen des Schienenverkehrsnetzes, nimmt mehr Abgase in Kauf und ignoriert die Forderungen der Bürgerinnen und Bürger, den Personenverkehr am Sulinger Kreuz wiederzubeleben“, kommentiert Friedrich Straetmanns, Bundestagsabgeordneter der Fraktion DIE LINKE für Ostwestfalen-Lippe.

„Welche Zusammenhänge zwischen Klimaschutz und Mobilität hat die Bundesregierung nicht verstanden? Rund 47 Millionen Menschen leben bundesweit in ländlichen Regionen, die etwa 90 Prozent der Fläche Deutschlands ausmachen1 . Wie kann der Mensch möglichst klimafreundlich leben, wenn er schon zum Arbeiten und Einkaufen ein Auto benötigt? Die Entkopplung von ländlichen Gebieten ist der falscheste Weg, den die Deutsche Bahn nur einschlagen kann. Vielleicht hat sie mit Enak Ferlemann, Bahnbeauftragter der Bundesregierung, einfach den falschen Berater? Schließlich schlug dieser zu Beginn des Jahres die Erhöhung der Bahntickets und Reduzierung der Sondertarife vor. Über die Qualität der Berater der Bundesregierung ist in letzter Zeit aber schon viel gesagt worden“.

„Letztlich bleibt zu hoffen, dass sich die Deutsche Bahn AG die Resolutionen der betroffenen Kommunen wie Rahden genau durchliest und von der Entwidmung der Strecken Abstand nimmt“, mahnt Straetmanns.


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