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Friedrich Straetmanns zu Besuch beim "Hexenhaus" Espelkamp

Friedrich Straetmanns, MdB

Schutz vor Gewalt darf nicht am Geld scheitern!

Regelmäßig wird berichtet, dass die Frauenhäuser in NRW überlastet sind und Frauen in Notlagen zurückweisen müssen - primär weil sie die Unterbringung finanziell nicht leisten können. Es ist unerträglich, dass Gewalt ausgesetzte Menschen keinen Schutz finden, weil das Geld in diesem Land falsch verteilt ist.

Ich habe mich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtung "Hexenhaus" in Espelkamp im Kreis Minden-Lübbecke zusammengesetzt, um mehr über ihre Situation zu erfahren. Was hier geleistet wird, ist viel mehr als das, was mit dem Begriff "Frauenhaus" assoziiert wird: durch viel Eigeninitiative sowie Zusammenarbeit mit Behörden, sozialen Einrichtungen und Verbänden haben die Beschäftigten des Hexenhauses mit einer Clearing-Stelle, mit Frauen- sowie Männerberatung, einem speziellen Angebot für Kinder sowie Risikoscreenings nicht nur einen Zufluchtsort geschaffen, sondern ein stufenweises Modell der Stabilisierung entwickelt. Dieses sorgt dafür, dass jede Frau entsprechend ihres Problems eine Anlaufstelle findet, sie lernt, ihre Krise zu überwinden, dass sie als Frau gestärkt wird und schließlich in ein selbstständiges Leben zurückkehren kann. Dabei ist den Vertreterinnen und Vertretern der Einrichtung wichtig, jeder Frau, unabhängig ihrer Nationalität, ihrer psychischen oder physischen Verfassung, Hilfe zukommen zu lassen.

Denn, wie mir bei dem Gespräch bestätigt wurde, hat sich die Lage der Frauen und Kinder innerhalb der letzten Jahre immens verschlechtert: die Zahl schwerer Körperverletzungen an Frauen hat zugenommen und Kinder in Familien mit häuslicher Gewalt haben kaum Chancen auf eine gute Bildung. Um das zu ändern, brauchen wir gesetzliche Regelungen zur Stärkung der Bildungschancen von Frauen und Kindern.

Damit alle Frauen, die Schutz vor Gewalt suchen, diesen auch finden, müssen die Frauenhäuser endlich genügend Mittel haben. Dazu muss eine bundesweit verbindliche Rechtsgrundlage geschaffen werden, die eine einzelfallunabhängige, kostendeckende und verlässliche Finanzierung gewährleistet, wie vom Dachverband Frauenhauskoordinierung e.V. gefordert. Bis es soweit ist, müssen die Bundeszuschüsse deutlich ausgeweitet werden.


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