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(Bild: Akuptsova/pixabay.com)

Pressemitteilung Friedrich Straetmanns, MdB

Mietentreiberin LEG warnt vor hohen Mieten

Laut Wohnungsmarktreport der LEG sind die Mieten in NRW um durchschnittlich 2,6 Prozent innerhalb des Jahres 2017 gestiegen. „In Bielefeld liegt die Steigerungsquote nach Angaben der LEG mit 6,6 Prozent erheblich über dem Landesdurchschnitt und die Mieten wachsen sogar drastischer als in Düsseldorf“, so Friedrich Straetmanns, Bundestagsabgeordneter der Fraktion DIE LINKE für Ostwestfalen-Lippe.

„Dass die hohen Mieten und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum die Fehlpolitik der vergangenen Jahre widerspiegeln, ist längst klar. Aber dass ausgerechnet die LEG über hohe Mieten Auskunft gibt und die Politik rügt, grenzt an Zynismus“, erklärt Straetmanns, zugleich Sprecher des Kreisverbands DIE LINKE Bielefeld. „Denn ist es nicht dieses größte Wohnungsunternehmen in NRW, das den Mieterinnen und Mietern ihrer Bestandswohnungen in vielen Teilen Bielefelds drastische Mieterhöhungen in die Briefkästen flattern ließ? Für die meisten dieser Mieterinnen und Mieter sind die Erhöhungen kaum finanzierbar. Die LEG selbst trägt Mitverantwortung an den drastischen Mietsteigerungen! Vielleicht sollte der LEG-Chef Thomas Hegel die Menschen, beispielsweise in den Wohnungen am Wellensiek in Bielefeld, aufsuchen und sie fragen, ob ihre Warmmiete tatsächlich zwischen 13 und 23 Prozent des Nettohaushaltseinkommens beträgt?“

Auch gibt die LEG an, dass jährlich 60.000 bis 70.000 neue Wohnungen allein in NRW gebaut werden müssen – aber wohl keine bezahlbaren, denn nach Aussage von Hegel gäbe es durchaus bezahlbaren Wohnraum. Diese Ansicht vertritt wohl auch unsere Bundesregierung. Sie hat nämlich vor, bis 2021 den Bau von gerade einmal 100.000 Sozialwohnungen – bundesweit – finanziell zu fördern.

„Die Vernachlässigung der Wohnungsnot führt auch die Große Koalition weiter fort. Menschen mit geringem Einkommen können mit dem Kinderbaugeld, mit den Steuerboni für private Unternehmen und der löchrigen Mietpreisbremse nichts anfangen“, Straetmanns weiter, „mit dieser Politik treibt die Bundesregierung unsere Bevölkerung weiter in finanzielle Krisen und Verzweiflung. Deshalb setzt sich DIE LINKE für eine wirksame Mietpreisbremse und einen Neustart im sozialen Wohnungsbau ein.“