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Holtfreter, Wilhelm
Evakuierte Polen auf dem Wege zum Bahnhof. Schwarzenau bei Gnesen. (Foto: Bundesarchiv, R 49 Bild-0131 / Wilhelm Holtfreter / CC-BY-SA 3.0)
Aussiedlung von Polen im Wartheland

Pressemitteilung Friedrich Straetmanns, MdB

Unverständlich: Bundestag setzt LINKE-Antrag zur Schaffung eines zentralen Erinnerungsortes für die Opfer des NS-Vernichtungskrieges in Osteuropa ab

Am Donnerstag, den 17. Januar sollte der LINKE-Antrag in erster Lesung, in Berlin einen zentralen Erinnerungsort für die Opfer des NS-Vernichtungskrieges in Osteuropa zu schaffen, beraten werden. Dieser wurde aber kurzfristig vom Bundestag abgesetzt. Friedrich Straetmanns, MdB für Ostwestfalen-Lippe und namentlicher Unterstützer des Antrages, ist mehr als verwundert darüber.

"Für mich ist es absolut unerklärlich, warum gerade dieser wichtige Antrag von der Tagesordnung heruntergenommen wurde. Auch wenn es im Antrag primär um die Opfer in den osteuropäischen Gebieten geht, an die bislang ungenügend bis gar nicht erinnert wurde, lässt sich ein Bogen nach Stukenbrock zum Stalag 326 schlagen. Denn die barbarische NS-Rassenideoligie schlug sich auch im unterschiedlichen Umgang mit Kriegsgefangenen nieder. So waren Kriegsgefangene aus Osteuropa oftmals am schlechtesten gestellt und nur als billiges Arbeitsmaterial gesehen.", so Friedrich Straetmanns.

Straetmanns weiter: "In Stukenbrock wurden bis 1945 etwa 300.000 sowjetische Kriegsgefangene interniert. Nachweislich starben mindestenes 10.000 Gefangene an den katastrophalen Bedingungen. Man schätzt aber die Opferzahl aber auf bis zu 70.000. Diesen Menschen muss gedacht werden, nicht nur regional, sondern auch national. Anscheinend erachtet der Bundestag die Würdigung dieser Opfer als nicht wichtig.“

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  1. Antrag "Gedenkort für die Opfer des NS-Vernichtungskrieges in Osteuropa" - Drucksache 19/4917