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Isri (Grafik: commons.wikimedia.com)

Friedrich Straetmanns, MdB / DIE LINKE. KV Lippe

Arbeitsplätze erhalten ist oberste Priorität!

Die Beschäftigten des Automobil-Zulieferers Isringhausen (ISRI) bangen seit Monaten um ihre wirt-schaftliche Existenz. Erst kündigte das Unternehmen den Anerkennungstarifvertrag, mit dem die branchenüblichen Gehalts-, Urlaubs- und weitere Regelungen sichergestellt wurden. Auf Druck der Gewerkschaft IG Metall wurde das Vorhaben aber aufgegeben und den Beschäftigten wieder alle Tarifleistungen zugesichert.

Nur wenige Tage später der Schock: ein Viertel der Beschäftigten soll Kündigungen erhalten.

Zahlreiche Unternehmen kämpfen in der Corona-Krise um Aufträge und den Erhalt der Arbeitsplätze. Gerade in solchen Zeiten liegt die wirtschaftliche Existenz von Beschäftigten in der Verantwortung ihrer Arbeitgeber. Diese erfordert eine umsichtige Planung, transparente Geschäftsabläufe und konkrete Absprachen mit der Arbeitnehmer-Vertretung. Keinen der Aspekte erfüllte die Unternehmensleitung von ISRI in einem pflichtbewussten Maß. Erst vor wenigen Jahren expandierte das Unternehmen durch regionale und internationale Übernahmen; 2018 wurde in Lemgo ein Pkw-Werk für einen zweistelligen Millionenbetrag in Betrieb genommen. Die Auftragslage hingegen wurde durch die Konzentration auf einen Automobil-Hersteller eingeengt und die Existenz der Beschäftigten von den Umsätzen von nur einem Kunden abhängig gemacht. Bei den ersten Anzeichen der Krise hätte es in der Verantwortung von ISRI gelegen, differenzierte Gespräche zur Auftragssicherung und zum Erhalt des Standorts zu führen.

Bundestagsabgeordneter Friedrich Straetmanns und DIE LINKE. Lippe fordern offene Gespräche mit der Gewerkschaft mit dem Ziel des Erhalts aller Arbeitsplätze!

Sollten trotz allen Widerstands Kündigungen ausgesprochen werden, ist es auch Aufgabe der öffentlichen Hand – z.B. der Stadt Lemgo - Möglichkeiten der Übernahme von Beschäftigten zu prüfen und gegebenenfalls Ausbildungs- oder Weiterbildungsmöglichkeiten aktiv anzubieten. Statt Beschäftigte zu entlassen muss zunächst sichergestellt werden, dass keine Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet werden!